Vordere Kreuzbandplastik
Im MedCenter Bayreuth werden seit 2005 in etwa 100 Kreuzbandoperationen pro Jahr durch zwei erfahrene Operateure durchgeführt. Die vordere Kreuzbandplastik ist ebenfalls ein arthroskopisches Verfahren ohne Eröffnung des Gelenks.
Wichtig ist der optimale Operationszeitpunkt. Dieser ist dann gegeben, wenn sich das Kniegelenk nach dem Unfall beruhigt hat und wieder frei beweglich ist. Eine Ausnahme liegt bei gleichzeitiger Meniskusverletzung mit Einklemmung im Gelenk vor. Hier sollte möglichst frühzeitig, niemals aber innerhalb der ersten 3 Tage nach dem Unfall, operiert werden.
Vor der Kreuzbandplastik kann Krankengymnastik und Lymphdrainage sinnvoll sein. Meist muss auch ein entzündungshemmendes Medikament eingenommen werden.
Operationsverlauf bei einer Kreuzbandplastik
Bei der Operation wird zunächst die Diagnose unter Kamerasicht bestätigt. Als erster Schritt werden Begleitverletzungen versorgt (Meniskusnaht) und das alte gerissene Kreuzband entfernt.
Im Anschluss wird dann eine körpereigene Sehne entnommen. Am häufigsten entscheidet man sich für die Semitendinosus- und Gracilissehne, welche unmittelbar am Kniegelenk ansetzen und über einen 3-4 cm breiten Schnitt gewonnen werden können. Diese Sehnen sind entwicklungsgeschichtlich beim Menschen ohne besondere Funktion und eignen sich deshalb hervorragend zum Bandersatz.
Zur Fixation werden Schrauben und Pins verwendet. Diese Materialien sind resorbierbar, lösen sich also von selbst über einen Zeitraum von 2 Jahren wieder auf.
Es stehen verschiedene Operationstechniken zur Verfügung, die je nach Alter des Patienten, nach Anforderung an das Knie und auch nach anderen Kriterien ausgewählt werden.
Die vordere Kreuzbandersatzplastik wird meistens ambulant durchgeführt. Für Patienten mit längeren Anfahrtswegen ist aber auch eine Übernachtung im MedCenter Bayreuth möglich.
Nachbehandlung nach einer Kreuzbandoperation
Am 1. Tag nach der Operation werden die eingelegten Drainagen gezogen und das Bein bereits das erste Mal bewegt. Mit der Krankengymnastik und der Lymphdrainage sollte bereits am 2. Tag nach der Operation begonnen werden.
In der 1. Woche nach der Operation trägt der Patient eine starre Kniegelenksschiene und soll an Gehstützen entlasten. Wichtigstes Ziel ist die Erlangung der vollständigen Kniestreckung.
In der 2. Woche wird dann eine bewegliche Kniegelenksschiene angelegt, die insgesamt 6 Wochen getragen werden muss. Mit dieser Schiene darf dann zügig belastet werden und die meisten Patienten können ab der dritten Woche auf Gehstützen verzichten.
Ab der 4. Woche kann in der Regel mit Radfahren begonnen werden. Ab der 7. Woche nach Operation kann das Lauftraining auf ebenem und weichem Untergrund aufgenommen werden. Für Kontaktsportler gilt, dass Wettkampffähigkeit frühestens nach 3-6 Monaten nach der Operation eintreten wird.
Besonders wichtig ist die Thromboseprophylaxe, die die Patienten selbständig durchführen müssen. Bis zur sicheren Belastung und Bewegung des operierten Beins sind tägliche Injektionen notwendig, um eine Gerinnselbildung in den Beinvenen zu verhindern.
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Bei einer Arthroskopie werden durch kleine Öffnungen eine Kamera und die notwendigen Instrumente eingeführt, um dann unter Monitorsicht zu operieren.
Alle Informationen in unserer Knie-Broschüre zum Download...



