Die Hüfte

 
Egal ob Stehen, Gehen oder Beugen: Ohne ein funktionierendes Hüftgelenk sind diese Bewegungen nur sehr eingeschränkt möglich.

Das Hüftgelenk ist nach dem Knie das zweitgrößte Gelenk des Menschen. Es verbindet das Becken mit dem Oberschenkelknochen und besteht aus dem kugelförmigen Hüftkopf sowie der Hüftpfanne im Becken. Diese beiden "Gelenkpartner" sind an ihren Kontaktflächen mit einer glatten Knorpelschicht übrzogen, damit sie reibungslos und schmerzfrei aufeinander gleiten können.

Bei der Hüfte umfasst die Gelenkpfanne den Gelenkkopf wie ein Baseballhandschuh, der einen Ball umschließt. Durch dieses enge Umschließen des Gelenkkopfes kann die Hüfte nur zu einem gewissen Grad bewegt werden, da die Knochen der Pfanne den Radius vorgeben.

Bewegt wird das Hüftgelenk durch verschiedenen Sehnen und fünf Muskelgruppen: Beuger, Strecker, Heranführer, Abspreizer sowie Auswärts- und Einwärtsdreher. Im Laufe eines Tages beanspruchen wir das Hüftgelenk durch 3000 Schritte und noch einmal 3000 andere Bewegungsabläufe. Dazu gehören sitzen, aufstehen oder in die Hocke gehen.

Ist die Hüfte verletzt oder erkrankt, wird die Lebensqualität der Betroffenen teilweise erheblich eingeschränkt. Gerade in höherem Alter kann eine solche Einschränkung schnell zur Pflegebedürftigkeit führen.