Oberschenkelhalsfraktur

Knochenbruch - die Oberschenkelhalsfraktur

 
Bei älteren Menschen mit geringerer Knochenfestigkeit - meist bedingt durch eine Osteoporose - reicht oft ein einfacher Sturz auf die Körperseite, um den Oberschenkelhals zu brechen. Aber auch bei jüngeren Personen kann es durch einen schweren Sturz zu einem Bruch des Oberschenkelknochens an dieser Stelle kommen.

Wenn der Oberschenkelhals bricht, muss in aller Regel operiert werden. Ein Bruch am Außenrand des Schenkelhalses kann oft durch eine Nagelung geheilt werden.Dabei wird über einen kleinen Schnitt ein kurzer Nagel von oben in den Oberschenkelknochen eingeführt. Mit Hilfe eines speziellen Zielgerätes wird eine stabile Schraube durch den Nagel in den Schenkelhals eingeschraubt, um den Bruch für die Heilung zu fixieren.

Die Klassifizierung des Bruchwinkels nach Pauwel ist ein Richtpunkt der Therapiewahl:
Liegt der Oberschenkelhals nahe am Hüftkopf, ist eine normale Knochenbruchheilung nicht mehr möglich, egal ob jung oder alt. In solchen Fällen muss fast immer sofort ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden.
Ursache für diese sehr eingeschränkte Heilbarkeit sind die hohen Kräfte, die bei fast jeder Bewegung auf dem Hals des Oberschenkels lasten.

Typ I

 
Oberschenkelhalsbrüche bis zu einen Bruchwinkel von 30 Grad sind bei jüngeren Patientin oft noch ausreichend stabil für eine normale Knochenheilung.

Typ II

 
Bei einem Bruchwinkel bis 50 Grad ist eine normale Knochenheilung nur in sehr seltenen Fällen zu erwarten.

Typ III

 
Wenn der Bruchwinkel über 50 Grad liegt, verschieben sich die Bruchenden dauerhaft durch die einwirkenden Kräfte. Hier hilft nur eine Endoprothese, die die Stabilität an dieser Stelle wiederherstellt.