Knochenbrüche

 
Das menschliche Skelett besteht aus über 200 Knochen. Die genaue Anzahl variiert, da unterschiedlich viele Kleinknochen in Fuß und Wirbelsäule vorhanden sein können.
Wenn ein Knochen durch äußeren Einfluss (Unfall) oder mangels Knochenmasse bricht, spricht man von einer Fraktur.

Knochenbruchheilung
Ein Knochen kann auf zwei Arten heilen:
▪ indirekte Knochenbruchheilung
▪ direkte Knochenbruchheilung

Die „natürliche“ Art der Heilung ist die indirekte Knochenbruchheilung, die keinen operativen Eingriff erfordert. An der Bruchstelle des Knochens bildet sich zunächst ein Bluterguss, der mit der Zeit verkalkt. Daraus entsteht eine Bindegewebswolke (Kallus) aus neugebildetem Knochengewebe. In dieses Gewebe wachsen neue Knochenzellen ein und ein neuer Knochen entsteht.

Die direkte Heilung von Knochenbrüchen erfordert einen operativen Eingriff. Dabei werden die Bruchenden durch Platten oder Schrauben so fest zusammengepresst, dass sie direkten Kontakt bekommen. Bei der direkten Heilung wird Knochenzelle auf Knochenzelle gedrückt, so dass sie sich schneller verbinden können, als bei der indirekten Heilung.

Nach einer Operation sind Knochenbrüche unterschiedlich belastbar:
▪ übungsstabil (= Bewegung ohne Belastung)
▪ belastungsstabil (= alle Bewegungen unter Vollbelastung sind erlaubt

Die Begriffe stammen aus der Physiotherapie und beschreiben, inwiefern die betroffenen Bruchpartien bewegt werden dürfen. Im Allgemeinen benötigt jeder Bruch, egal ob direkt oder indirekt, rund 6 Wochen, bis der Knochen wieder trag- und belastungsfähig ist. In diesen 6 Wochen muss der Knochen entweder durch äußeren Schutz oder eine Schiene vor Belastung geschützt werden.