Anatomie der Schulter

Anatomie der Schulter

 
Die Schulter ist unser beweglichstes Gelenk. Gerade deswegen ist sie am anfälligsten für Verletzung und Erkrankung. Der komplizierte anatomische Aufbau, berufliche Beanspruchung und verändertes Freizeitverhalten führen dazu, dass Schultererkrankungen zu den Volksleiden gehören.

Als Kugelgelenk wird die Schulter hauptsächlich durch Muskeln und Sehnen bewegt und stabilisiert. Die Feinabstimmung dieser Muskeln untereinander, aber auch die Intaktheit der passiven Gelenkanteile wie Pfannenrandlippe und Bänder, sind für ein funktionsfähiges Gelenk essentiell. Die große Oberarmkopfkugel muss gleichsam wie ein Ball auf einer Seehundnase im Zirkus immer zentriert gehalten werden, damit der Arm in alle Richtungen kraftvoll bewegt werden kann. Diese Funktion der Balance übernimmt eine Sehnenhaube, die sich um den Oberarmkopf stülpt, die sogenannte Rotatorenmanschette.

Das Kugelgelenk und seine Sehnenhaube werden von einem knöchernen Dach, dem „Schulterdach“, bedeckt. Zwischen Schulterdach und Oberarmkopf liegen also die Rotatorenmanschette und dazu noch ein großer Schleimbeutel, der die Reibung der Sehnen an den begrenzenden knöchernen Strukturen verhindern soll. Eine ausreichende Weite dieses Raums ist Voraussetzung für ein funktionsfähiges Gelenk.