Knochenbrüche an der Schulter

 
Der Schultergürtel bildet sich aus Schlüsselbein, Schulterblatt und Oberarm. Alle diese Knochen können durch äußere Gewalteinwirkung brechen.

Ob mit oder ohne Operation behandelt werden kann, richtet sich nach Ort und Ausmaß des Bruches. So heilen die meisten Brüche des Schulterblatts ohne Operation gut aus. Dies gilt genauso für Schlüsselbeinbrüche, sofern es nicht Trümmerbrüche oder Brüche mit großer Verschiebung sind.

Problematischer sind dagegen die Frakturen des Oberarmkopfes: Häufig entstehen hier sogenannte Berstungsbrüche, bei den der Knochen in zahlreiche Bruchfragmente zerfällt, die durch die vielen am Oberarm ansetzenden Sehnen in ganz verschiedene Richtungen gezogen werden. Bei einem solchen Bruch ist eine konservative Behandlung ohne Operation nicht denkbar.

Zahlreiche Operationsmethoden können eine angemessene Behandlung sicher­ stellen. Neben der klassischen Nagelung und Verplattung am offenen Knochen kann auch mit wenigen kleinen Einschnitten athroskopisch unter Kamerasicht operiert werden.

Ziel der Operation ist eine schnelle Wiederherstellung der Gelenkfunktion.