Schulterarthroskopie

Minimal-invasive Schulteroperation

Eine Arthroskopie (oder Gelenkspiegelung) ist ein minimal-invasiver Eingriff an einem Gelenk, bei dem unter Kamerasicht operiert wird.

An der Schulter werden für einen solchen Eingriff oft nur zwei bis maximal vier Einschnitte von 1 cm Länge benötigt. Durch diese kleinen Öffnungen wer den eine Kamera und die notwendigen Instrumente eingeführt, um dann unter Monitorsicht zu operieren.

Die Schulterarthroskopie hat in den letzten Jahren die althergebrachten Opera­tionen mit großen Schnitten und offener Wunde  verdrängt. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich damit erweitert und verbessert. In der Hand eines  geübten Operateurs ist die Schulterarthroskopie gelenkschonend. Sie führt bei besserem Operationsergebnis zu wesentlich schnellerer Heilung, als die traditionellen Operationsverfahren.

Fast alle Eingriffe an der Schulter, bis hin zum Gelenkersatz, können heute mit dieser schonenden Operationsmethode ambulant durchgeführt werden.


Operationsverlauf

 
Die Schulterarthroskopie wird in sitzender Position in einer Schlafnarkose durchgeführt. Zunächst wird die Kamera in das Gelenk eingeführt, über die sich der Operateur ein umfassendes Bild über den Gelenkzustand verschafft. Die Möglichkeit, das Gelenk unter Sicht auch in der Bewegung zu überprüfen, ist einer der großen Vorteile einer Arthroskopie. Sie ist damit einer Kernspinuntersuchung in der Diagnosestellung deutlich überlegen.

Über zusätzliche kleine Zugänge können spezielle Instrumente in das Gelenk eingebracht werden, um vorliegende Verletzungen oder Schäden des Schultergelenks gleich zu behandeln. Nach dem Ende des Eingriffs wird die Schulter steril verbunden. Der Arm wird noch im Operationssaal auf einem Schulterkissen gelagert.


Nachbehandlung

 
Die Dauer der anschließenden Ruhigstellung des Armes und der Nachbehandlung richtet sich nach Art und Umfang der Operation. Dabei gibt es einige wichtige Grundsätze, die jeder Schulterpatient beachten muss:

1.  Locker bleiben: Keine Zwangshaltung einnehmen, das Gelenk locker hängen lassen, die Schulter nicht künstlich hochziehen!

2.  Zügig mit sogenannten Pendelübungen beginnen, um das Gelenk zu ent­spannen und die Schulter in Bewegung zu halten.

3.  Die Krankengymnastik darf keine zusätzlichen Schmerzen verursachen. Vor allem lang anhaltende, nächtliche Schmerzen sind ein deutliches Warnsignal für falsche Nachbehandlung.

Im folgenden sollen zu den häufigsten arthroskopischen Eingriffen kurz das Vorgehen und insbesondere die Nachbehandlung genauer erläutert werden.