Bei diesem neuen Prothesentyp war das MedCenter maßgeblich an der Entwicklung beteiligt und zählte zu den ersten fünf Anwendern in Europa. Die erste Partial­Eclipse­Prothese wurde 2008 implantiert. Seither wurden keine Lockerungen festgestellt. Heute ist ein Partial-Eclipse-­Oberflächenersatz in ge­übter Hand ein etabliertes Routineverfahren.

Die Besonderheit ist, dass nur ein kleiner Bereich des Oberarmkopfes mit einer Scheibe abgedeckt wird. So wird nur ein begrenzter Teil des Knorpels ersetzt. Die natürliche Restfläche bleibt erhalten. Das Verfahren ist nur für sehr begrenzte Arthroseschäden bis 25 mm Durchmesser geeignet.

Die komplette Operation wird arthroskopisch unter Kamerasicht durchgeführt. Es sind keine große Schnitte notwendig.

Eine Partial­-Eclipse­-Prothese eignet sich für begrenzte Knorpeldefekte am Ober armkopf. Sie ist gerade für junge Patienten ideal, für die aus Altersgründen ein vollständiger Gelenkersatz unangenehm wäre.

Ein Oberflächenteilersatz Partial Eclipse im Röntgenbild.

Operation und Nachbehandlung

 
Die Operation dauert etwa 45 Minuten, wird aber meist noch von anderen Maßnahmen begleitet. Sie kann zwar ambulant durchgeführt werden, ist aber eher stationär zu empfehlen. Ist der Defekt doch größer als erwartet, kann noch während der Operation auf das nächstgrößere Implantat gewechselt werden.

Ein stationärer Aufenthalt dauert 3 Tage. Die Patienten dürfen ihr Gelenk bereits unmittelbar nach der Operation unter physiotherapeutischer Anleitung aktiv bewegen.